Stefanie Harlacher

s_luiz-e-rafael-likeIch finde es wichtig für die Achtertalschule, einen zentralen Standort zu haben, um gut vernetzt sein zu können und den Schülern ein umfassendes Förderprogramm zu ermöglichen.

Außerdem finde ich es wichtig, dass die Förderschule für die Schüler gut zu Fuß erreichbar ist.

Gleichzeitig wünsche ich für die Gemeinschaftsschule, dass eine gute alternative Lösung für den größeren Raumbedarf gefunden werden kann, die auch den Lehrern und Schülern dort entgegen kommt.

Ute Goertz-Nocke

s_luiz-e-rafael-likeDie wesentlichen Argumente für den Verbleib der Achertalschule in der Kernstadt sind bereits umfassend erläutert worden.

Deshalb unterstreiche ich an dieser Stelle den wichtigsten Gesichtspunkt: Gerade für unsere Schülerinnen und Schüler bedeutet Schule nicht nur Lernort, sondern auch die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Aktivität und Teilhabe. Diese Teilhabe ist für unsere Schüler unabdingbar.

Sie wird umgesetzt durch vertraute, stabile und erprobte Netzwerke, Lernpartnerschaften, Beziehungen, gemeinsame Aktivitäten usw.

Die Wegnahme des bisherigen Standortes bedeutet das Auflösen dieser aufgebauten Infrastruktur und somit ein Wegfall der selbstbestimmten Lebenspraxis.

Ich wünsche der Elterninitiative viel Erfolg!
Ute Goertz-Nocke, Sonderschullehrerin

Sandra Hund

s_luiz-e-rafael-likeSeit einigen Jahren besucht meine Tochter die Achertalschule und ich konnte viel Einblick nehmen in die sehr gute pädagogische Arbeit, die an dieser Schule geleistet wird. Die Kinder, die diese Schule besuchen haben oftmals sehr schlechte Erfahrungen machen müssen, weil sie anders sind, weil sie nicht alles so schnell wie andere Kinder verstehen und mehr Zeit brauchen, um sich zu entwickeln. Durch die sehr gute Arbeit, die die Lehrer in Zusammenarbeit mit den Eltern leisten, können alle Kinder sich so gut weiter entwickeln, dass ihnen oftmals ein Wechsel zur Regelschule oder auch noch später die Möglichkeit besteht einen Schulabschluss und einen Beruf zu erlernen.

Für unsere Gesellschaft ist es enorm wichtig, dass ALLE Kinder eine Chance bekommen. Ich bin der Meinung, dass es richtig und wichtig ist, dass die Achertalschule in der Kernstadt verbleibt, damit zum einen die Arbeit weiterhin so gut fortgeführt zum anderen auch Schüler aus dem gesamten Einzugsgebiet der Schule (u.a. Achertal) den Schulweg so unkompliziert wie möglich erreichen können.

Die Achertalschule muss zentral bleiben, damit auch die Kooperationen mit anderen Schulen und Vereinen, verschiedenen Institutionen (wie z.B. Gewerbeschule, Berufliche Schulen) weiter bestehen kann.

Ich finde es falsch, dass eine so wichtige Institution verlegt werden soll.

Oliver Kölsch

s_luiz-e-rafael-like„Wir sprechen es mit Entsetzen aus, aber seit alters her herrscht hier ein großer Brauch: die nicht weiter können, werden in das Tal hinausgeschleudert.“

(Bertolt Brecht, „Der Jasager und der Neinsager“).

Dieses Zitat stammt aus einem Lehrstück von Bert Brecht, welches von einer Bergexpedition handelt. Hierbei erzählt Brecht zweimal eine Geschichte, die zwar gleich beginnt, jedoch unterschiedlich endet. Kernstück ist, dass eine Expedition über die Berge stattfinden muss, um dringend benötigte Medizin in ein Dorf zu bringen. Hierbei erkrankt ein Teilnehmer und es entfacht eine Diskussion, ob man diesen zurücklassen soll. Im „Jasager“ stimmt der Betroffene diesem Entschluss zu, bittet jedoch darum, ins Tal hinabgeworfen zu werden. In der zweiten Variante, dem „Neinsager“, lehnt er es ab, wird aber dennoch von der Gruppe den Berg hinabgeworfen.

Welchen Bezug hat aber dieses Lehrstück zu der aktuellen Diskussion hier im Forum? Brecht bietet in beiden Geschichten nicht das „Happy End“ an, nämlich den Versuch, die heikle Situation gemeinsam zu stemmen und mit vereinten Kräften den Erkrankten zu retten. Er tut dies mit der Intention, dass der Leser oder Zuschauer, zum Nachdenken angeregt wird und versucht eigene Lösungsmöglichkeiten zu finden. Hierzu möchte ich auch die Besucher dieser Seite aufrufen, in der Hoffnung, dass sich darunter auch möglichst viele Mitglieder des Stadtrates befinden.

Schlüssige Argumente, warum man die Achertalschule nicht nach Fautenbach verlegen sollte, wurden schon in großer Zahl dem Stadtrat vorgetragen, oder auf dieser Seite in den Meinungen veröffentlicht. Es bleibt meiner Ansicht nach also nur noch der Appell an die Menschlichkeit übrig.

Zur Menschlichkeit gehört auch vor allem, dass die Schwachen in unserer Gesellschaft besonderen Schutz benötigen. Wieso werden also genau die, welche nicht so gute Lernvoraussetzungen mitbringen ausgegrenzt und hier sprichwörtlich „ins Tal hinabgeworfen“?

Wieso nimmt man denen, die am meisten praktischer Lernerfahrungen benötigen, genau diese weg? Wieso müssen jene, denen es besonders schwer fällt, sich in dieser Welt zu orientieren, die längsten Wege auf sich nehmen? Und wieso werden die, welche besonders viel Platz benötigen, um sich zu entwickeln und zu entfalten, eingepfercht auf engstem Raum?

Das sind jene Fragen, welche in denen stellen möchte, die für diese Entscheidung verantwortlich sind.

Wenn es in einer wohlhabenden Stadt wie Achern, zu deren Kindern und Enkeln auch Bert Brecht gehört, keinen anderen Lösungsweg für eine solche Situation gibt, so empfinde ich dies, gelinde gesagt, als beschämend. Es handelt sich hier schließlich um Kinder und nicht um eine Ware, die es gilt möglichst platzsparend und kostengünstig unterzubringen. Es bleibt mir letztlich nur noch übrig, denen zu danken, die dieser „Einladung zum Mitdenken“ schon gefolgt sind und sich hier auf der Internetplattform „Schulplätzchen.de“ darüber austauschen und/oder fleißig Unterschriften für einen Bürgerentscheid sammeln.

Es bleibt zu hoffen, dass die Bürgerschaft der Stadt, ganz im Sinne Brechts, darüber nachdenkt und mit einer Vielzahl von Unterschriften bestätigt, dass Achern doch ein Herz für benachteiligte Kinder hat.

Oliver Kölsch (Lehrer an der Achertalschule)

Dr. Patrik Schneider

s_luiz-e-rafael-likeDie Förderschule gehört ins Herz der Stadt.

Deshalb begrüßt die SPD Achern ausdrücklich die Elterninitiative Schulplätzchen zum Erhalt des Standortes Achern.Dafür gibt es aus verschiedenen Perspektiven gute Gründe:

a) vor allem aus der didaktischen Perspektive:

Wer sich ein wenig in moderner Schuldidaktik auskennt, weiß, wie wichtig das Einbeziehen des Umfeldes für das Lernen an Förderschulen ist. Wie in sonst keiner anderen Schulart, ist die erfolgreiche Arbeit dieser Schulen auf den sensiblen Umgang mit und auf die Mitarbeit von Eltern angewiesen. Eltern und Schule ergänzen sich im Dienste der Förderung von Kindern und Jugendlichen. Und Förderschüler sind in besonderer Weise auf diese Kooperation zwischen Elternhaus und Schule angewiesen. Die Summe von eins und eins wird da im Idealfall nicht zwei, sondern drei! Von daher ist es wünschenswert, dass an einem mit der Bahn zentral gelegenen Ort diese Schule erreichbar bleibt.

b) aus der Perspektive der Gerechtigkeit:

Der Schlüssel zur Teilhabe an und in der modernen Wissens- und Bildungsgesellschaft ist die Ermöglichung erfolgreicher schulischer Bildungsabschlüsse. Mit diesen eröffnen sich erst die biografischen Wege zu einer erfolgreichen Zukunft. Bildung darf demnach nicht dem Zufall überlassen bleiben und vor allem nicht abhängig von der Herkunftsfamilie sein. Hier ist die Beteiligungsgerechtigkeit gefragt und vor allem zu ermöglichen. Klingt sehr theoretisch, ist aber so. Wer sich ein wenig in der Landespolitik auskennt, weiß, dass die Forderung nach einer gerechten Beteiligung an den verfügbaren Bildungsressourcen in den letzten Jahren in den Focus der Schul- und Bildungspolitik gerückt ist – z.B. erkennbar in der Debatte um die Inklusion. Legt man den genau diesen Gerechtigkeitsmaßstab an, kann zugespitzt die Frage gestellt werden, ob die Verlegung der Förderschule aus dem Herzen der Stadt, dem nicht widerspricht. Festzuhalten ist, dass die Stadt Achern sehr viel für ihre Schüler tut und investiert. Das zeigt schon ein Blick in den städtischen Haushalt. Und wer die Haushaltsberatungen selbst erlebt hat, weiß, in welchen zeitlichen und finanziellen Umfang die städtische Schulpolitik dort Raum einnimmt. Auch dass die Stadt Achern sich zum Konzept der Gemeinschaftsschule entschieden hat und gleichzeitig um den regionalen Bestand der Werkrealschulen ringt, ist erwähnenswert. Schwierig wird es aber dann, wenn der Eindruck entsteht, dass der Preis dafür ist, dass die Förderschüler auf Wanderschaft geschickt werden. In der Acherner Wilhelm- und Berliner-Str. sind alle Schularten angesiedelt. Diese Straße ist das Herz der Begegnung und Bildung in der Stadt. Sie erschließt sich jedem, der morgens durch diese Straße fährt. Hier herrscht buntes Treiben. Die Lehrer, Eltern, Kinder und Jugendlichen der Stadt begegnen sich hier täglich. Von daher ist der Standort der bisherigen Achertalschule schon ein lebendiger Beitrag zu der geforderten Inclusion. Wenn die Förderschule nun an einen ferneren Standort verlagert wird, kann der Eindruck entstehen, dass die Schüler der Förderschule aus der städtischen Bildungsarbeit ausgeklammert werden. Ausdrücklich betone ich jedoch als Mitglied des Gemeinderates, dass dies nicht die Absicht des Beschlusses dieses Gremiums war und ist. Hier geht und ging es um die sinnvolle Verteilung städtischer Schulgebäude und vor allem um eine verwaltungstechnische Lösung des Raumproblems, vor der der Aufbau der städtischen Gemeinschaftsschule gestellt wird. Dabei ist meiner Meinung nach der didaktische und bildungspolitische Aspekt zu wenig berücksichtigt worden. Hier wäre, so meine ich, das Votum der zuständigen Schulbehörde mehr gefragt gewesen, deren Perspektive mehr die inhaltliche als die verwaltungstechnische ist.

c) nun ist es immer schwierig, ohne konkrete Lösungsvorschläge zu kritisieren:

Klar ist, dass die Gemeinschaftsschule mehr Räumlichkeiten braucht. Das darf nicht gegen die Ansprüche der Förderschule verstoßen. Eine nächstliegende Lösung wäre meiner Ansicht nach folgende: Wer das morgendliche Gedränge von Schülern um die Parkplätze kennt, weiß, wie knapp die sind. Nun fahren genau aber die Schüler der Achertalschule noch nicht mit einem eigenen PKW in die Schule: geht gar nicht, denn die sind sie fürs Autofahren zu jung! Deshalb hätte meiner Ansicht nach es einer tieferen Überlegung bedurft, für ältere Schüler, also Schüler der Sekundarstufe 2, die freiwerdenden Schulräume in der Fautenbacher Schule zur Verfügung zu stellen. Das könnte schon verkehrstechnisch die Wilhelmstr. in der morgendlichen Rushhour entlasten. Besonders für Berufsschüler, die auch aus dem südlichen teil des Landkreises Ortenau und dem nördlichen Teil des Landkreises Rastatt (meist) mit dem Auto anreisen, wäre Fautenbach mit dem Auto besser und schneller erreichbar als die Enge der Innenstadt. Natürlich weiß ich, dass die Berufsschule eine Einrichtung des Landkreises ist und die Stadt nicht über Räume entscheiden kann und darf. Hier wäre mehr Kooperation gefragt gewesen. Aber meines Wissens nach wurden keine Verhandlungen zwischen dem städtischen Träger und der Landkreisschulbehörde geführt. Hier hätte ich erkennbaren Spielraum für eine sinnvolle Lösung gesehen, die die Förderschüler im Herzen und Zentrum der Stadt belassen hätte.

Als Vorsitzender der SPD Achern möchte ich am Schluss der Elterninitiative Schulplätzchen Mut machen, einen solchen Bürgerentscheid in Achern anzuregen. Offensichtlich ist die Debatte um die Verlagerung der Schule in der Öffentlichkeit viel zu wenig bekannt. Von daher ist es sehr begrüßenswert, dass die Eltern dies nun in kreativer Weise in die Öffentlichkeit bringen.

Dr. Patrik Schneider, Achern
Vorsitzender der SPD Achern

Lutz Schneider

s_luiz-e-rafael-likeAls Schulleiter der Achertalschule bedanke ich mich herzlich für das Engagement der Elterninitiative für den Erhalt des Schulstandortes der Achertalschule.

Die Schüler unserer Schule haben einen festgestellten Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot. Sie benötigen besondere Hilfen beim schulischen Lernen, dem Erwerb der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen. Ziel aller unserer schulischen Arbeit ist die Kinder und Jugendlichen auf ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft und das Arbeitsleben vorzubereiten.

Für unsere Schülerinnen und Schüler mit besonderen und erschwerten Lernvoraussetzungen, für unsere Eltern und unser Schulkonzept bedeutet der Standort unserer Achertalschule in der Kernstadt:

  • gute Erreichbarkeit und kurze Wege für alle unsere Schülerinnen und Schüler in einem großen Einzugsgebiet
  • Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in der Kernstadt durch Begegnungen und gelebte Nachbarschaft mit anderen Schulen
  • vielfältige, lebenspraktische Lernfelder für unsere Schüler durch Lerngänge zu Behörden, Ämtern, Volksbank und Sparkasse, Geschäften, Wochenmarkt und anderen Einrichtungen
  • Teilhabe am schulischen Leben für alle Eltern und Schüler, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, bei Förderplangesprächen, Elternabenden, Festen und Feiern sowie den Angeboten unseres Fördervereins
  • Kooperationen mit vielfältigen außerschulischen Partnern wie z. B. der Gewerbeschule, Ausstellungen von Kunstwerken unserer Schüler, dem Bogenverein oder den Kirchen.

Der oft angeführte Vergleich unserer Schüler mit Kindern der Sprachheilschule Wagshurst (Maiwaldschule) oder den Grundschulförderklassen ist aus zwei Gründen unzutreffend:

1. Die Beförderung der Schüler der Maiwaldschule und der Grundschulförderklassen erfolgt nicht durch den öffentlichen Nahverkehr, sondern durch private Taxiunternehmen. Unsere Schüler dagegen müssen ab der 2. Klasse mit dem öffentlichen Nahverkehr zur Schule kommen.

2. Schülerinnen und Schüler der Maiwaldschule werden nach dem Lehrplan der Grundschule unterrichtet und besuchen nach der Grundschulzeit die Regelschule. Kinder der Grundschulförderklassen sind vom Schulbesuch für ein Jahr zurückgestellt und besuchen anschließend die Grundschule an ihrem Heimatort.

Durch eine Verlegung der Achertalschule nach Fautenbach befürchte ich eine deutliche Verschlechterung für unsere pädagogische Arbeit. Eine Besichtigung des Kollegiums der Räumlichkeiten in Fautenbach vor wenigen Wochen hat ergeben, dass auch Räume im bestehenden Hauptschulgebäude von der Grundschule Fautenbach benötigt werden. Weiterhin sind bei einem Umzug der Achertalschule nach Fautenbach Umbaumaßnahmen dringend notwendig, da die vorhandenen Räumlichkeiten aktuell nicht den Grundanforderungen der Achertalschule entsprechen.

Hinzu kommt, dass unserer Schule 2 Beratungsstellen angegliedert sind, für die in Fautenbach keine Räume zur Verfügung stehen:

  • Beratungsstelle für sprachauffällige Kinder
  • Beratungsstelle für besonders förderungsbedürftige Kinder

Beide Beratungsstellen für Kinder im Vorschulalter sind ebenfalls auf eine gute Erreichbarkeit für die Eltern angewiesen.

Abschließend stelle ich fest, dass uns der plötzlich festgestellte Raumbedarf der neuen Gemeinschaftsschule völlig überrascht hat. Nach den öffentlichen Verlautbarungen in den Medien anläßlich der Genehmigung durch den Gemeinderat gab es hierzu keinerlei Hinweise.

Eine kostenneutrale Lösung für den von Herrn Moll für die Gemeinschaftsschule angeforderten Raumbedarf wird auch der Zwangsumzug der Achertalschule nicht sein.

Maximilian Reinhart

s_luiz-e-rafael-dislikeIch bin der Meinung, dass ein Umzug ins benachbarte und nur 2 km entfernte Fautenbach absolut zumutbar ist, zumal diese Schule sonst keine entsprechende Auslastung mehr hätte.

Als Steuerzahler finde ich es unverhältnismäßig, wenn für die Gemeinschaftsschule ein Neubau in Millionenhöhe notwendig wäre, nur wenn 2 km Entfernung nicht in Kauf genommen werden können. Herr Muttach hat zugesagt, einen entsprechenden Transportiert einzurichten.

Desweiteren ist das Argument, dass Eltern nicht zum Elternabend wegen fehlendem Auto kommen können geradezu lächerlich. Dies gilt dann auch in allen anderen Schulen. Die sprachbehinderten Schule ist beispielsweise in Wagshurst, die Grundschulförderklasse ist in Gamshurst, alle nicht zentral im Achern.

Sicher ist es nicht leicht, ein behindertes Kind zu haben, aber bitte in diesem Fall die Kirche im Dorf lassen und die Verhältnismäßigkeit im Auge behalten.

Heike Schwenk

s_luiz-e-rafael-likeAls Erzieherin in einer Grundschulförderklasse weiß ich, mit welchen Ängsten, Eltern von schwächeren Schülern kämpfen und dass es diesen Eltern nicht leicht fällt, ihr Kind in einer sonderpädagogischen Einrichtung anzumelden. Bereits jetzt fällt es vielen Eltern schwer, ihre Kinder in eine Einrichtung außerhalb des eigenen Wohnortes zu schicken, aber bisher wussten diese Eltern, dass ihre Kinder in Achern an einem zentralen Platz unterrichtet werden.

Schüler aus den Ortsteilen von Achern und aus den umliegenden Gemeinden kommen am Bahnhof in Achern an und können selbstständig von dort zur Schule in der Kaiser Wilhelm Straße gehen. In der Schulpolitik gilt bisher für Grundschulkinder der Grundsatz „kurze Beine – kurze Wege“ dies gilt nicht für die Schüler der Achertalschule, sie verlassen ihre Heimatgemeinden um optimale Förder- und Lernbedingungen an der Achertalschule zu erhalten.

Wenn der Standort verlegt wird, bedeutet dies, dass bereits Grundschulkinder am Bahnhof in Achern, das Verkehrsmittel wechseln müssen, um nach Fautenbach zu kommen. Dies stellt Kinder im Altern ab 7 Jahre vor Probleme.

Wenn der Standort verlegt wird, bedeutet dies, dass bestehende Lernpartnerschaften mit Acherner Betrieben nur erschwert gepflegt werden können – der „neue“ Standort liegt ca. 2 km vom Bisherigen entfernt, eine Entfernung, die für Schüler und Lehrer eine Herausforderung darstellt.

An der Achertalschule wird sehr gute Arbeit geleistet, sowohl mit und für die Schüler wie auch für die Eltern. Die Elternarbeit dort findet nicht nur in Form von Elternabenden statt, sondern auch durch andere Angebote wie z. B. gemeinsame Feste, Elterncafe, Bastelnachmittage und ähnliches. Wenn der Standort der Schule von Achern nach Fautenbach verlegt wird, können Eltern, die keinen PKW haben an diesen Veranstaltungen nicht teilnehmen.

Die Verkehrsanbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht gut.

Es ist mir klar, dass für ein Bürgerbegehren nur die Unterschriften Acherner Bürger zählen, aber da die Achertalschule auch Lernort für Schüler aus den Orten Ottenhöfen, Kappelrodeck, Lauf, Ottenhöfen, Sasbach, Sasbachwalden, Seebach ist, bedauere ich, dass man deren Eltern keine Stimme gibt.

Ich wünsche der Initative Schulplätzchen viel Erolg!

Heike Schwenk